CDW Wallenhorst – Gemeinsam das Beste für Wallenhorst erreichen!

CDW/W-Mitglieder besuchen Augustaschacht – Gewonnene Eindrücke beschäftigen nachhaltig!

Mit 20 Mitgliedern machte sich die die CDW/W am Sonntag, dem 25. Oktober 2024, auf zum Augustaschacht zu einer Führung im ehemaligen Arbeitslager im Landkreis Osnabrück. Das Gebäude war ursprünglich ein Pumpwerk des Werkes „Georgsmarienhütte“, während des 2. Weltkrieges wurde es jedoch von den Nationalsozialisten ab 1943 als Arbeitslager genutzt. Heute dient das Gebäude als Gedenkstätte und Museum und wird vom Verein Gedenkstätte Augustaschacht e. V. erhalten und organsiert.

Michael Lührmann begrüßte vor Ort die Mitglieder CDW/W und bedankte sich für das rege Interesse: „Die Zeitzeug:Innen, die uns und auch mich in der Vergangenheit über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufgeklärt haben, verlassen uns nach und nach. Umso wichtiger sind vor diesem Hintergrund die Orte, die uns diese Verbrechen auch heute noch bewusst machen. Diese Orte konfrontieren uns jedoch auch mit der Tatsache, dass diese Verbrechen auch in unserer Region, vor unserer Haustür begangen wurden. Sie sind als Mahnmal von großem Wert für uns und künftige Generation.“

Der Geschäftsführer der Gedenkstätte Michael Gander verschaffte den Mitgliedern in seiner zweistündigen Führung einen Einblick in die Verbrechen, die im Arbeitslager stattgefunden haben. Ab 1944 wurde das Pumpwerk von den Nationalsozialisten als Arbeitslager genutzt, in dem insgesamt über 500.000 Kriegsgefangene missbraucht wurden, davon ca. 350 in Ohrbeck. In den Lagern kamen solche Menschen unter, die den Nationalsozialisten durch angebliches Fehlverhalten auffielen. Das Arbeitslager in der Gemeinde Hasbergen war eines von einem flächenmäßig weitgestreuten Netz von Lagern in ganz Europa, das der Abschreckung diente. Allein in Hasbergen wurden Menschen aus den Niederlanden, Frankreich, Russland, Polen und vielen weiteren Ländern eingesperrt. Insgesamt kamen über 100 Menschen ums Leben, wovon lediglich ein Verbrechen aufgeklärt wurde.

Die anwesenden CDW/W-Mitlieder zeigten sich bewegt und beeindruckt von dem Besuch und sprachen fast unisono von einem Folgebesuch. Im Anschluss an die Führung fanden sich alle zu Kaffee und Kuchen im Hasberger Freizeitland ein, bei dem sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Hasbergen Zeit für die Mitglieder nahm und zu den aktuellen politischen Themen in den Austausch ging.